Brauchtümer zur Sommersonnenwende

Die Zeit für´s Ritual ist die Mittagszeit. Jetzt steht die Sonne am höchsten, hat ihre größte Kraft.

Zum Feiern kann Frau einen Altar gestalten:

- mit Wunderkerzen für das Element Feuer

- roter Wein oder Traubensaft symbolisiert das Element Wasser

- ein kleines Schälchen Erde steht für sich selbst

Hier gibt´s viele schöne Rituale:

- Federn symbolisieren das Element Luft.

Damit würdigen wir die vier Elemente, die die Natur zum Ausreifen bringt.

Es ist ein Fest der vollen Entfaltung und der Lebenskraft.

Feuer und Wasser nehmen bei der Sommersonnenwende eine große Rolle ein.

In manchen Regionen gibt es Badefeste, Brunnen und Quellen werden ausgeschmückt; Waschungen mit Morgentau symbolisieren Reinigung, Heilung und Segnung.

Feuerräder werden in die Luft geworfen; große Feuer zum Umtanzen und Überspringen entzündet.

Diese Feuer sind reinigend. Alles Alte, Unbrauchbare, Lebensbehindernde kann symbolisch ins Feuer geworfen werden.

Wenn einem irgend etwas sehr zu schaffen macht, sollte man es mit roter Tinte auf ein weißes Blatt schreiben, mit Honig bestreichen, es sanft zusammenfalten und mit folgenden Worten den Flammen übergeben:

Ich übergebe meinen Kummer den Flammen, die Göttin des Feuers wird meinen Schmerz verzehren. Es ist geschehen.

Die Asche wird mitgenommen und als Schutzmittel verwendet.

Zieht frau Kräuter durchs Feuer, so soll das die Heilkraft verstärken.

Alle zur Sommersonnenwende gesammelten Kräuter sollen besondere Heilkraft haben.

Es ist eine Zeit zum Wahrsagen. Es gibt in einigen Regionen den Brauch, mit einen Johanniskrautsträußchen in der Hand in einen Weiher zu schauen. Dabei soll frau in die Zukunft sehen können.

Die Sommersonnenwende gilt als eine magische Zeit für Wünsche. Dazu kann Frau an ein Bächlein oder einen Fluß, einen See oder einen Teich gehen und für sich singen. Eine Blume mit einem Kuß wird ins Wasser geworfen und trägt den Wunsch ans Ziel. Auch Sommersonnenwendsträußchen lassen sich dazu verwenden

Ein Lied könnte folgendes sein:

Ja, Du bist hier im sanften Gras

ja, du lauschst mir im Blumengarten

ja, du scheinst aus dem königsblauen Himmel

ja, du gewährst mir, was ich mir heute wünsche

Gib mir Gesundheit und ein hohes Ziel

einen wahren Partner, der meine Freuden und Tränen teilt,

die Weisheit, deine Stimme zu hören, die mir klug rät

Reichtum, um anderen zu geben, wie du mir gegeben

Das Sonnenwendsträußchen birgt einen Gesundheitszauber fürs neue Jahr, bringt Kraft und Stärke. Dazu kann frau folgende Kräuter sammeln und zu einem Kranz oder Sträußchen flechten.

- Kranz/Sträußchen aus 7 Kräutern über die Tür gehängt wendet Unglück ab

Beifuß

  • Schutz und Hellsehen
  • direkte magischen Beziehung zu den Mondphasen und der Menses der Frau
  • beeinflußt den Zeitpunkt von Eisprung und Menses
  • Spiegel und Kristallkugeln mit frischem Beifuß abgerieben sollen klare Bilder erzeugen
  • bei zunehmenden Mond oder Vollmond ernten

schützt vor Krankheiten, die mit Blut zu tun haben

Johanniskraut

- einen Tag vor der Sommersonnenwende geerntet, besitzt das Kraut die stärkste Zauberkraft

- Schutz vor Fieber und Erkältungskrankheiten

- hält unangenehme Geister fern

 Wundklee

- größte Macht, wenn es frau 3 Tage vor der Sommersonnenwende erntet

- Schutz vor Krankheiten die durch die Luft transportiert werden und Allergien

- schützt magisch vor Schnittwunden oder Prellungen

 

 

 

Löwenzahn

- am besten nachmittags ernten

- gut für Wünsche und Beschwörungen

Schlüsselblume

- sollte frau ernten, wenn die Sonne am höchsten steht (Schlüssel zum Himmel)

- bekommt reinigende Feuerkraft der Sonne

Schwertlilie

- am frühesten Morgen ernten

- bindet die Kraft aller Pflanzen

- Schutz, Hellsehen, Liebe, Bindezauber

Hahnenfuß

- schützt magisch vor Gelenkerkrankungen

- heißt auch Gichtkraut

- fördert Mutterbindung und Verständnis

- soll als Räucherung Geburtstrauma lösen und die Verbindung von Mutter und Kind normalisieren

Ackersenf

- heilt umfassend

Kräuter abschneiden, nicht abreißen, vorsichtig zusammen legen und mit gelben Wollfaden bündeln.

An einem dunklen Platz trocknen.

Zur Sommersonnenwende neben das noch nicht angezündete Feuer legen, Bündel 7x durch den Rauch ziehen.

Das alte Sträußchen danach verbrennen.