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Brauchtümer zum Schnitterfest |
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Wir feiern jedes Jahr das Schnitterfest. Dazu gehen wir an einen Ort mit einer Quelle, den wir für unsere Rituale immer benutzen. Jede Frau bringt etwas zu Essen zur Feier mit. Zum Schnitterfest gibt es die Früchte der Ernte, Brot, Gebäck... vielleicht einen Salat. Damit decken wir unseren Tisch. Wir gestalten ihn mit allen gaben, die wir mitgebracht haben. Eine Frau hat ein Körbchen bei sich. Darin sind Kartoffeln, Möhren, Tomaten, Äpfel, Getreide. Eine andere hat den Kornkönig bei sich. Wir graben nahe der Quelle ein Grab, in das wir unsere Gaben und den Kornkönig legen. Im Frühjahr werden wir nachsehen, ob er gekeimt hat. Das ist ein gutes Zeichen für das kommende Jahr. |
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Die anderen Frauen haben in der Zwischenzeit ein Feuer angezündet. Wir reden über die Symbolik des Festes, schauen uns gemeinsam Bilder von den Göttinnen und die Tarotkarten an. Dabei lassen wir uns unsere mitgebrachten Speisen schmecken. |
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Andere Brauchtümer: Unsere Ahninnen betrachteten Getreide mit großer Erfurcht. Für sie symbolisierte es die drei Aspekte der Göttin: Jungfrau - Kind der Erde, Frucht; Mutter - lebensspendend, fruchtbringend, Nahrung; Greisin - verwelkte Pflanze, bereit zum Rückzug in die Unterwelt und zur späteren Auferstehung. Diese Dreieinigkeit erklärt auch die zahlreiche Verehrung der Korngöttinnen Ceres, Kore und Demeter. |
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