Brauchtümer zu Walpurgis

  1. Mai ist das Aktivierungsdatum für die Geister Verstorbener.

Kreuzwege sind ein Aufenthaltsort für die wandernden Seelen, deshalb gute Stellen für Orakel.

Der 1.Mai ist ein guter Orakeltag.

Körperliche Leiden können am Kreuzweg abgeladen werden

  • vor 11.00 Uhr geht der Kranke hin und bittet die Göttin, das Leiden von ihm zu nehmen, die Geister, die nach 11.00 Uhr kommen nehmen die Krankheit mit.
  • für Schatzsucher : eine 1-jährige Haselrute zwischen 23.00 u 24.00 Uhr abgebrochen, soll Metall im Boden anzeigen

Gemeinsam kann dieses Fest so gefeiert werden:

Jede Frau verkleidet sich wild und verrückt. Schön ist es, wenn sie einen Besen bei sich trägt.

Walpurgis ist ein Fest, daß im Freien gefeiert wird. Dazu kann ein großes Feuer entzündet werden, über das alle springen. Walpurgis ist ein sehr lebhaftes, bis wildes Fest.Wenn im Mai die Blumen blühen und das Gras üppig nachgewachsen ist, waren die Menschen bereit, die zunehmende Wärme und das Leben im Freien zu feiern.

Dazu wurden sogenannte Maibäume auf dem Dorfplatz aufgestellt. Meist hängt an ihm ein grüner Kranz, der den Maibaum umschließt.

Der Baum symbolisiert den männlichen Phallus, der Kranz steht für die weibliche Vagina.

So wurde die beginnende Fruchtbarkeit der Natur gefeiert.

Maifeuer wurden angezündet, über die gemeinsam gesprungen wurde.

Dazu gab es den Mythos, wer gemeinsam über das Feuer springt, verbringt sein Leben miteinander.

 Weide ist der Baum, der diesem Fest zugeschrieben wurde:

  • ist der erste Baum, der im Frühjahr treibt
  • symbolisiert Tod als Wandler und Bringer neuen Lebens
  • nach durchzechter Nacht hilft Weidenrindentee
  • Baum der Verzauberung und der weiblichen Kraft
  • Reiser im Stiel eines Hexenbesens mit Weidenrute befestigt, zieht die Kraft des Mondes an
  • guter Zauberstab für Heilzauber
  • zuständig für Heilung und Wünsche
  • früher wurden zu Ostara die Felder mit blühenden Weidenzweigen an allen 4 Himmelsrichtungen abgesteckt,
  • um sie vor Mißernten zu schützen
  • Weiden wurden früher mit der Mondin und dem Wasser als Fruchtbarkeitssymbole der Göttin verehrt
  • wurden später im Christentum als Hexen- und Geisterbaum tabuisiert
  • galten als heilender Baum, der die Fähigkeit hat , Unheil und Krankheit auf sich zu ziehen