Herbst - Tag - und Nachtgleiche

auch Mabon oder Erntedankfest wird gefeiert vom 20.-27.09.

Die eigentliche Herbst-Tag- und Nachtgleiche ist am 23.09.

Die Sonne tritt in das Zeichen Waage, die Ausgewogenheit symbolisiert. Dieses Fest steht für die Ausgeglichenheit von Tag und Nacht. Ab jetzt werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger und es beginnt die Begegnung mit der anderen Hälfte des Jahres, der Winterhälfte.

Es ist die Zeit der Geister, die Zeit der Zurückgezogenheit.

Die Herbst-Tag-und Nachtgleiche ist ein Toten- und Opferfest. Mit dem Erntedank verbindet sich die Ehrerbietung an die Ahninnen und die Besänftigung der dämonischen Kräfte.

Später wurde aus der Herbst-Tag-und Nachtgleiche ein ausschließliches Erntedankfest, welches von der Kirche übernommen wurde.

Das Fest wird bis zur ersten Vollmondin nach dem Fest gefeiert. Ein Teil des Festes ist das Erntedankfest, das in matriarchalen Religionen eines der wichtigsten matriarchalen Feste war.

Die besten Früchte der Ernte wurden der Göttin geopfert. Damit verliehen sie ihrer Bitte Ausdruck, daß das nächste Jahr wieder fruchtbar werden möge.

Besondere Achtung wurde den ersten drei geernteten Pflanzen, Ähren, Früchten erwiesen. Diese Opfer wurden auf der Erde gelassen. Symbolisch wurde der Natur etwas für ihre Gaben zurückgelassen.

Die drei letzten Pflanzen wurden stehen gelassen.

Nach Beendigung der Erntearbeiten entzündete man Erntefeuer, die unter Lärmen umtanzt und übersprungen worden.

An diesem Fest fand das Opferritual statt. Die Regierungszeit des Heros war zu Ende, er wurde getötet. Die Göttin überreichte ihm den Liebesapfel des Sommers -den Granatapfel- als Todesfrucht.

Sie erschien ihm als tödliche Venus. Er wurde nach der Opferung wie das Saatkorn in die Erde gelegt. Damit spiegelte sich die Hoffnung auf Wiedergeburt im nächsten Frühling wieder.

Dieses Fest ist ein großes, ernstes Fest, das in Höhlen und Schluchten gefeiert wurde.Der Weg der Göttin und des Heros führt in die Unterwelt. Dieser Weg ist der schwierigste Teil der Reise durch die Jahreszeiten.

Die Göttinnen steigen in die Tiefe, sie betreten ihr dunkles Reich.

Nach dem matriarchalen Glauben haben Männer nicht die Möglichkeit aus eigener Kraft in das Reich der Göttinnen zu kommen. Der einzige Weg dazu ist der Tod.

Frauen durchlaufen den Zyklus von Leben und Tod in jedem Monat.

Der Heros kann nicht aus eigener Kraft in die Unterwelt. Er muß bereitwillig sterben, denn die Liebe zur Göttin führt ihn durch alle ihre Reiche. Wichtig ist die Freiwilligkeit seines Opfers. Er muß sich dessen bewußt sein.

Er lernt seinen Tod als Durchgangstor zur anderen Welt und wird durch die 7 Tore der Unterwelt geführt. Der Heros wird dabei noch einmal durch sein Leben geführt und seine Entscheidungen vor Augen geführt.

Am Ende wird er mit den Füßen an den "Baum des Lebens" gehängt. Dadurch bekommt er eine andere Sichtweise seiner Existenz. Diese Symbolik findet sich auch in der Tarotkarte "Hängende". Nach dem Verfall des Matriarchats wurde das beste Opfertier geopfert, symbolisch für den Heros. Später wurde statt dessen ein Strohmann verwendet, eine aus Stroh geflochtene Puppe. Sie wurde aufgehängt, begraben, manchmal verbrannt. Als gutes Omen wurde angesehen, wenn der Strohmann in die Erde gelegt wurde und im Frühjahr grüne Knospen gebildet hatte.

Mabon hat seinen Namen nach dem keltischen Sonnenkönig - Sohn der Madron (Erdmutter) - der in der ersten Hälfte des Jahres hell und strahlend auftritt und in der zweiten Hälfte des Jahres dahinsiecht, bis er zur Herbst Tag - und Nachtgleiche stirbt.

Die alten Germanen dankten in erster Linie dem Donnergott Thor für die glückliche Einbringung der Ernte. Ihm zu Ehren klopfen wir heute noch dreimal auf Holz, wenn wir Glück wünschen. Holz und die Zahl drei entsprechen dem Donnergott, der uns auch am Donnerstag jede Woche an sich erinnern läßt.

Seit ältester Zeit stellten sich Menschen die Göttin als eine Trinität - eine heilige Dreifaltigkeit vor.

Im Jahreskreis kommen wir jetzt in die Zeit der schwarzen Göttin, der alten weisen Todesbotin. Eine dieser Göttinnen ist Hekate. Sie ist die älteste, griechische Version der dreifachen Göttin.